Autor: Albert Schlüsseldienst

  • Wandtresor vs. freistehender Tresor vs. Möbeltresor

    Was ist sicherer, ein Wandtresor, freistehender Tresor oder ein Möbeltresor.

    Möbeltresore schraubt oder stellt man in Möbel.

    Freistehende Tresore muss man nirgendwo befestigen, sie müssen allerdings ein hohes Eigengewicht besitzen, sodass ein Einbrecher ihn nicht einfach wegtragen kann. Ein paar hundert Kilo müssen es schon sein.

    Eine andere Möglichkeit ist es ein Tresor einfach so zu befestigen, dass der Einbrecher ihn nicht wegbekommt. Tresore in Möbelstücke zu befestigen, ist allerdings nicht sehr sicher. Möbelstücke kann man mit einem einfachen Brecheisen in Stücke zerkleinern und den Tresor somit mitnehmen.

    Tresore in massive Wände zu verbauen ist dabei deutlich sicherer. Loses Mauerwerk kann man aber auch mit Aufwand zerkleinern. Am besten ist es, wenn man den Tresor rundherum mit Stahlbeton umgießen kann. Dies ist sicherlich Aufwendig, aber wenn man es richtig macht eine sichere Methode.

    Mein Fazit:

    Möbeltresore sind aus meiner Sicht gar nicht zu empfehlen. Es ist sicherer die Wertgegenstände an einem sicheren Ort zu verstecken.

    Wandtresore bieten eine gewisse Grundsicherheit, wenn man sie in Wände einmauert. Dies ist für Privathaushalte eine gute Variante. Allerdings würde ich nicht mehr als 5000 € darin lagern. Wenn man gute Tresore einbetoniert kann man deutlich größere Summen lagern. Allerdings ist das einbetonieren aufwendig und endgültig.

    Freistehende Tresore sind für Gewerbebetriebe die beste Wahl. Bei einem Geschäftsumzug kann man sie wieder mitnehmen. Allerdings muss man für einen guten Tresor auch einiges an Geld bezahlen. Unter 5000 Euro wird man nicht kommen. Sollte man hohe Beträge darin einlagern wollen, wird man einen fünfstelligen Betrag zahlen müssen.

  • Was ist Lockpicking ?

    Unter Lockpicking versteht man die Technik, Schlösser ohne passenden Schlüssel und ohne Beschädigung zu öffnen.

    Lockpicking ist ein legaler Sport, in dem regelmäßige Wettbewerbe und Meisterschaften abgehalten werden. Ziel bei den Meisterschaften ist es, ein Schloss (ohne passenden Schlüssel) in der kürzesten Zeit ohne Beschädigung zu öffnen.

    Beim Lockpicking werden die verschiedenen Techniken unabhängig voneinander betrachtet. Es gibt mechanische Werkzeuge (picks), die man per Handbewegung geschickt im Schloss bewegen muss. Diese Technik ist sehr schwer zu erlernen und man braucht Jahre um dies gut zu beherrschen.

    Auf der anderen Seite gibt es die Elektropicks. Bei diesen braucht man deutlich weniger Geschick und kann die Technik deutlich schneller erlernen. Der Elektropick bringt die Stifte im Schloss zum Schwingen und mit etwas Geschick und teilweise Glück kann man dann das Schloss öffnen.

    Normale Einbrecher nutzen Lockpicking in der Regel nicht. Es ist meistens einfacher ein Schloss mittels zerstörender Öffnungstechnik zu öffnen.

  • Geschützte Schlüssel / Schlösser ? Patentierte Schlüssel ?

    Kopien von geschützten Schlüsseln, kann man beim Schlüsseldienst nur unter Vorlage einer sogenannten Sicherungskarte machen.

    Es gibt Schlösser/Schlüssel die patentrechtlich geschützt sind. Wenn der Schlüsseldienst einen solchen Schlüssel ohne das Einverständnis des Patentinhabers nachmacht, begeht der Schlüsseldienst eine Straftat. Selbst das Herstellen eines Rohlings ist verboten. Zudem geben einige Hersteller keine Rohlinge die patentrechtlich geschützt sind weiter, sodass man nur Kopien beim Hersteller direkt bekommt. Dies erhöht die Sicherheit enorm.

    Auf der anderen Seite gibt es Schlüssel/Schlösser, welche nicht patentrechtlich geschützt sind und der Hersteller einfach „sagt“, dass man sie ohne Sicherungskarte nicht nachmachen darf. Hierbei ist es umstritten ob der Schlüsseldienst eine Kopie des Schlüssels machen darf oder nicht. Deutsche Schlüsseldienste werden dies in der Regel verweigern. Schlüsseldienste im Ausland nehmen dies aber nicht immer so genau. Sobald sie einen passenden Rohling besitzen, können sie den Schlüssel problemlos nachmachen. Aus diesem Grund sind die Hersteller dazu übergegangen, ihre Schlüssel und Schlösser zu patentieren und Schlüsselrohlinge teilweise gar nicht herauszugeben bzw. nur mit Kontrollen herauszugeben. Somit können Schlüsseldienste, die es mit der Sicherungskarte nicht so genau nehmen, keine Kopien herstellen, weil sie einfach nicht die passenden Rohlinge besitzen.

  • Was ist ein Ovalzylinder ?

    Ein Ovalzylinder ist ein Schließzylinder der eine ovale Bauform hat.

    Ansonsten ist der Ovalzylinder in der Regel identisch zum, in Deutschland gängigen, Profilzylinder. Ovalzylinder sind besonders in nordeuropäischen Ländern anzutreffen.

    Zum Teil findet man sie auch in Deutschland in Schreibtischen, Aktenschränken und Fahrstühlen.

     

  • Was ist ein Antipanikschloss?

    Ein Antipanikschloss lässt sich immer, von innen, durch betätigen der Türklinke öffnen. Wenn das Schloss abgeschlossen ist, kann man trotzdem ohne Schlüssel die Tür durch das einfache betätigen der Türklinke öffnen.
    Antipanikschlösser gibt es in der Regel bei Fluchttüren in Geschäften oder öffentlichen Gebäude. Im Brandfall kann durch Antipanikschlösser/Fluchttüren ein größeres Gebäude schneller geräumt werden.
    Auf der anderen Seite kann aber ein Einbrecher von aussen nicht rein. Fluchttüren mit Antipanikschlösser sind in den meisten Fällen alarmgesichert.

  • Vds bedeutet mehr Sicherheit

    Technische Bauteile mit dem Vds sind zertifizierte Produkte. Sie wurden in Laboratorien auf ihre Sicherheit geprüft.Vds zertifiziert Produkte für den Brandschutz, Sicherheit und Sicherheitsdienst.

    Vds ist ein Unternehmen der Deutschen Versicherungswirtschaft. Man darf teilweise keine Brandschutz oder Sicherheitsprodukte ohne Vds Logo einbauen, ansonsten erlischt der Versicherungsschutz. Bei Versicherungen für Privatpersonen ist dies aber nicht üblich und selten. In Versicherungen für kommerzielle Zwecke ist solche Pflicht oft vorhanden. In öffentlichen Gebäuden wird man in der Regel nur Sicherheitsprodukte mit Vds Logo finden.

    Es ist auf jedenfall auch für Privatpersonen sinnvoll Sicherheitsprodukte mit Vds Logo zu kaufen. Diese wurden unabhängig auf ihre Sicherheit und Funktionalität geprüft. Man findet sie überall im Einzelhandel, z.B. auch in Baumärkten.

  • Was ist ein Zentralschlüssel / Schliessanlage?

    Eine Schließanlage sind mehrere Schlösser die mit dem selben Schlüssel geschlossen werden können, aber trotzdem unterschiedlich sind. Das einfachste Beispiel sind Mehrfamilienhäuser. Man besitzt einen Schlüssel, der für die Hauseingangstür und für die Wohnungstür passt. Trotzdem sind die beiden Schlösser unterschiedlich, ansonsten könnte jeder Nachbar, jede Wohnungstür im Haus öffnen.

    Man kann über Schließanlagen komplizierte System errichten. z.B. soll der Postbote nur die Haustür öffnen können, der Hausmeister soll zusätzlich noch in den Keller und in den Dachboden, aber nicht in die Wohnungen kommen. Die Mieter sollen die Haustür, ihre eigene Wohnungstür und den Keller öffnen können. usw.

    Wie funktioniert das? Schlösser besitzen in der Regel min. 5 Stifte/Zuhaltungen im Schloss. Ein Schlüssel besitzt ein bestimmtes Profil (die Zacken). Mit diesen Zacken drückt der Schlüssel, wenn man ihn ins Schloss schiebt, die Stifte herunter. Sind alle Stifte in die richtige Tiefe heruntergedrückt kann man das Schloss drehen. Die Zacken des Schlüssels sind der „Code“ um das Schloss zu öffnen.

    Bei Schließanlagen besitzen manche Schlösser nicht 5 Stifte, sondern es werden einfach Stifte weggelassen. Im Extremfall besitzt das Schloss für die Hauseingangstür nur einen einzigen Stift und 4 leere Kammern. Bei allen Nachbarn ist der Schlüssel an dieser Stelle, wo der eine einzige Stift ist, gleich. Die eigene Wohnungstür besitzt aber die normalen 5 Stifte, also 4 weitere Stifte die von Schloss zu Schloss anders sind. Wenn ein Nachbar jetzt seinen Schlüssel in ihr Schloss schiebt, schiebt er zwar einen Stift (den gleichen aus der Hauseingangstür) in die richtige Tiefe, aber die 4 anderen Stifte kann er nicht in die richtige Tiefe schieben. Somit kann er das Schloss nicht öffnen.

  • Was ist ein Magnetschlüssel?

    Ein Magnetschlüssel ist ein Schlüssel der zusätzlich zu Zacken oder Vertiefungen noch Magnete im Schlüsselschaft besitzt. Steckt man den Magnetschlüssel in das Türschloss werden durch die Magnete zusätzliche Verriegelungen geöffnet. Hat man einen Schlüssel der baugleich ist, also die selben Zacken oder Vertiefungen besitzt, im Kern des Schlüssels aber keine Magnete hat, kann man das Schloss nicht öffnen.

    Magnetschlösser/schlüssel können nicht per Elektropick, Lockpick oder Schlagschlüssel manipuliert werden (Techniken um ein Schloss ohne Schlüssel gewaltlos zu öffnen). Ein Magnetschloss besitzt somit einen höheren Einbruchschutz.

    Gegen aufbohren, ziehen oder aufhebeln der Tür besitzt das Magnetschloss keine Vorteile (häufigste Einbruchmethoden). Das Magnetschloss macht nur Sinn, wenn es auch einen guten Aufbohrschutz und einen Ziehschutz besitzt.

  • Was tun, wenn jemand ihr Türschloss zuklebt?

    Ab und zu kommt es vor, dass uns Kunden anrufen bei denen das Türschloss zugeklebt ist. In der Regel sind es Streitigkeiten unter Nachbarn, oder der verletzte Exfreund, der auf diese Weise Rache für die Zurückweisung nehmen will.

    Wenn dies öfter passieren sollte, sollte man sich ein Schutzbeschlag mit Schutzkappe zulegen. z.B. der Geminny ES1 besitz eine Schutzkappe, die man nur mit einem magnetkodierten Chip öffnen kann. Der Schließzylinder ist in diesem Fall komplett verdeckt und nur per Chip kann man die Kappe wieder runterschieben. Ein zukleben des Schließzylinders ist somit unmöglich.

     

  • Türen per Handy öffnen und verschliessen

    Es ist heute bereits möglich, Türen per Smartphone zu verschliessen und zu öffnen. Der klassische Schlüssel fällt weg. Es gibt z.B. das System „Danalock“. Hier wird der Standartschließzylinder durch einen elektronischen Schließzylinder ausgetauscht. Per Iphone oder Android Handy kann man über Bluetooth den elektronischen Schließzylinder steuern.

    In Zukunft werden sich aber wahrscheinlich System per NFC durchsetzen. Vereinzelt gibt es solche Systeme schon. Aus meiner Sicht sollte man aber noch ein bisschen warten. Diese Systeme werden bisher nur in kleiner Stückzahl produziert und Probleme sind noch nicht sichtbar. Zudem gibt es ein entscheidendes Problem. Was tun wenn der Akku vom Handy leer ist? Dann kommt man nicht mehr in die Wohnung. Man braucht für diesen Fall auf jedenfall einen Alternativplan, ansonsten wird man häufiger den Schlüsseldienst rufen müssen.

  • Schlüsseldienste werden immer teurer

    Wenn man regelmäßig die Zeitungsberichte liesst, muss man feststellen, dass Schlüsseldienste immer teurer werden. Der Gerneral-Anzeiger berichtet, dass ein Meckenheimer Paar unglaubliche 1400 € für die Reparatur eines Schließzylinders zahlen musste. Einen neuen Schließzylinder bekommt man in jedem Baumarkt für weniger als 30 € und der Einbau dauert ca. 5 min. Aus meiner Sicht ist das geplanter gewerbsmäßiger Betrug. Es ist eine richtige Industrie entstanden, die darauf abzielt, ahnungslose Menschen um ihr Angespartes zu bringen.

  • Rentner + Schlüsseldienst = oftmals völlig überteuerte Preise

    Rentner haben bei vielen Schlüsseldiensten besonders schlechte Karten. Sie werden oftmals als leichte Beute bei Betrügern angesehen, die sich nicht wehren. Die Preise steigen deshalb nochmals in die Höhe, wenn man vorher am Telefon keine Preise ausgemacht hat.

    Ein Schlüsseldienst verlangt kürzlich in Straubing von einem 90 Jährigen, für das Wechseln eines Profilzylinders 649 €. Die gleiche Dienstleistung kostet bei uns 68 €. Der Preis ist also fast 10 mal so hoch.

  • Feuerwehr als Schlüsseldienst?

    Es kommt häufiger vor, dass Ausgesperrte auf die Idee kommen, die Feuerwehr anzurufen. Kürzlich wieder in Villingen-Schwenningen passiert. Ein Mann ruft bei der Feuerwehr an und gibt an, dass ein Kleinkind in der Wohnung ist und der Herd an ist. Die Feuerwehr rückt darauf unter Blaulicht aus. Nach der Türöffnung stellt sich raus, dass weder Kind vorhanden ist, noch der Herd an ist. Solche Einsätze kommen den Ausgesperrten dann richtig teuer. Er muss den Feuerwehreinsatz bezahlen und gegebenenfalls noch eine Strafe. Selbst der teuerste Schlüsseldienst ist dann noch billiger. Die Feuerwehr darf man nur in einem wirklichen Notfall anrufen und darf keine falschen Fakten angeben.

  • Polizei & Feuerwehr mussten per Drehleiter eine Wohnung öffnen

    Ein Bewohner in Donauwörth rief gegen 22 Uhr die Polizei an. Grund: Lärm aus einer Nachbarwohnung. Als die Polizei Vorort eintraf, öffnete der Lärmmacher aber nicht. Die Polizei entschied sich darauf die Feuerwehr anzurufen, damit diese die Tür öffnet. Die Feuerwehr war dazu aber nicht in der Lage und musste eine Drehleiter holen, um übers Fenster in die Wohnung einzusteigen. Endlich in der Wohnung angekommen, mussten noch mehrere verschlossene Innerraumtüren geöffnet werden, bis man den Lärmmacher endlich fand. Eine 80 Jährige Frau war dabei, eine verschlossene Tür per Hammer einzuschlagen. Die Tür lies sich nicht mehr mit dem Schlüssel öffnen und die Frau war somit in ihrem Schlafzimmer eingesperrt. Aus dem Fenster einen vorbeilaufenden Passanten um Hilfe bitten, wollte sie nicht.

    Quelle: Augsburger Allgemeine